Funkelherz, wo bist Du geblieben? Das Rauschen der Bahn steigt schnell zu Kopf. Die Füße scharren im unregelmäßigen Schotter neben dem Kopfsteinpflaster. Düster lächelt die Sonne herab, auf einen fäkalgetränkten Grünstreifen neben den Drahtgitterbänken. Der Rücken schmerzt von der kurzen... weiterlesen →
Es ist heiß, seit Wochen und Monaten. Es ist nicht nur irgendwie warm, es ist wirklich brennend heiß. Seit einer gefühlten Ewigkeit liegt die Hitze zwischen den Häusern und auf den Feldern. Sie belagert den Wald und vielerorts hat die... weiterlesen →
Manchmal da finde ich diesen alten Mann im Garten, hinter dem Schuppen, in der Laube, im Gras unter einem Haufen Blätter oder sitzend auf der verwitterten Holzbank. Meist ist der Bart wieder etwas weißer und deutlich länger geworden. Die Hose... weiterlesen →
Ein gequälter, langgezogener Schrei, wie ein Stahlträger der über Schotter, Beton und Metall kratzt, aus tiefster Seele, mehr aus dem Bauch als aus dem Hals, gellt durch den dunklen Keller. Ausgespiener Schmerz, geboren in Schall, rast durch die Hallen und... weiterlesen →
Leere Tage beginnen meist erst gegen Mittag. Vielleicht so zwischen 11 und 13Uhr. Bis dahin ist man erwacht, aufgestanden und hat gefrühstückt. Möglicherweise hat es auch noch zu der einen oder anderen sinnvollen Tätigkeit wie Wäschewaschen oder Aufräumen gereicht. Doch... weiterlesen →
Dunkel, in stillem Frieden und erwartungsvoller Leere, liegt die riesige Halle in der Nacht. Boden, Wände und Decke bestehen aus Beton und dennoch ist es warm im Inneren. Leise öffnet sich eine kleine Seitentüre und eine gebeugte junge Frau schleicht... weiterlesen →
Still, klar und tief liegen die beiden Seen zwischen zerklüfteten Gipfeln. Leichtes Türkis blendet sanft in abgrundtiefes Blau über. Die beiden Zwillingswasser schweigen den flüchtig Beobachtenden, sei es nun Mond oder Sonne, an, der nur die spiegelglatte Oberfläche wahrnimmt und... weiterlesen →
Nach jeder Phase der Asche hatte man sich gefragt, ob überhaupt noch Brandmaterial unter der dicken, schwarzen und grauen, glänzenden Kruste vorhanden sei. Der hartgebackene Panzer sah unbelebt und geradezu versteinert aus. Nach jeder Berührung fühlten sich die Finger wund... weiterlesen →
Manchmal sehne ich mich nach einer richtigen Großstadt. Einfach, weil ich gerne etwas öfter allein wäre. Eigentlich ist es natürlich das Einsam-sein, und das spürt man viel besser, wenn man dabei nicht allein ist. So rum ist es richtig. Ich... weiterlesen →